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Maiglöckchen anpflanzen im Frühjahr

Herkunft


Der botanische Name ist Convallaria majalis. Sie sind sowohl in Europa als auch in Nordamerika und in Asien beheimatet. Überwiegend wachsen sie in Laub- beziehungsweise Buchenwäldern. Man findet sie aber auch auf Wiesen oder im Gebirge. Sie wachsen meist in Gruppen. Bei der Pflanze handelt es sich um eine mehrjährige Staude. Sie gehört zur Familie der Spargelgewächse. Die Blütezeit der Pflanze liegt hauptsächlich im Frühling, genauer im Mai. Typischerweise blühen die Pflanzen und Muttertag herum. Wichtig zu wissen ist, dass sie unter Naturschutz stehen und in der Öffentlichkeit nicht gepflückt werden dürfen. Insgesamt gibt es unterschiedliche Zuchtsorten neben der klassischen Wildform wie die Rosea, die Plena oder die Grandiflora.


Merkmale


Die Wuchshöhe der Pflanze beträgt zwischen 15 und 25 cm. Die Blätter sind lanzettförmig und lang. Sowohl die Ober- als auch die Unterseite der Blätter weisen eine dunkelgrüne Färbung auf. An der Oberseite sind die Blätter stark glänzend. Der Wuchs der Blätter erfolgt paarweise am Blütenstängel. Die Blüten sind glockenförmig und weiß. Jede Pflanze bildet zwischen 5 und 13 Blüten aus. Die Blumen verströmen im Frühling einen angenehmen, süßlichen Duft. Etwa ab Juli wachsen knallrote Beeren, welche den Samen enthalten. Vor allen Dingen Vögel nutzen diese Beeren als Nahrung. Für den Menschen sind sie allerdings giftig.


Nutzung in der Medizin


Grundsätzlich sind die Blumen giftig. Dennoch können Bestandteile der Pflanze zu medizinischen Zwecken verwendet werden. Bestimmte Präparate können bei Herzerkrankungen eingesetzt werden. Auch finden Wirkstoffe Anwendung bei der Behandlung von Epilepsie oder Schlaganfällen.


Standort und Bodenbeschaffenheit


Wie oben bereits beschrieben fühlen sich die Pflanzen besonders in Laubwäldern wohl. Ein Grund dafür ist der gegebene Halbschatten oder auch Schatten. Zudem benötigen die Pflanzen einen warmen und feuchten Boden, welcher reich an Humus ist. Will man sie im Garten einpflanzen, sollte man zusätzliche Komposterde verwenden, da diese dem Humus am nächsten kommt. Weiter sollte die Bodenbeschaffenheit im Garten so gestaltet sein, dass sich sowohl Lehm als auch Sand wiederfinden. Der pH-Wert sollte sauer sein und zwischen 4,5 und 6 liegen. Als Anpflanzort eignen sich Stellen, die im Halbschatten liegen. So kann man die Pflanzen beispielsweise in der Nähe von Sträuchern oder unter Bäumen aussetzen. Die Pflanzen kann man auch im Blumentopf treiben lassen. Hierzu verwendet man die Rhizome und setzt diese in ein Gemisch aus Sand und Blumenerde. Sowohl die Knospen als auch die kleinen Spitzen sollte mit der Erde bündig abschließen. Das Ganze muss gut gewässert werden und an einem mäßig warmen Platz stehen. So können sich erste Triebe ausbilden. Sind die Triebe sichtbar, wird die Pflanze an einen wärmeren Ort gestellt und weiterhin gut gegossen. So können sich die Blüten entfalten. Danach sollten sie in einer etwas kühleren Umgebung stehen.


Pflege und Vermehrung


Grundsätzlich sind die Pflanzen nicht sehr anspruchsvoll. Lediglich eine intensiven Sonneneinstrahlung schadet dem Gewächs. Junge Pflanzen, die frisch gesetzten wurden, benötigen zudem ausreichend Flüssigkeitszufuhr. Am Ende der Blütezeit sollte man die verwelkten Blüten entfernen. Über den Sommer behalten die Blätter ihre dunkelgrüne Farbe. Wenn es sich dem Herbst zuneigt, sollten die Pflanzen mit Kompost oder Lauberde bedeckt werden, damit sich buschige Stauden ausbilden können. Weiter ist kein gesonderter Dünger nötig. Bei einer zu starken Ausbreitung der Pflanze kann man diese mit einem Spaten abstechen und so in ihrem Wuchs einschränken. Wenn man eine Vermehrung der Pflanze wünscht, dann liegt die beste Zeit zwischen Juni und Juli. In diesen Sommermonaten befindet sich die Wurzel noch flach im Erdreich, so dass man sie händisch herausziehen kann. In der Form kann man sie aus dem Boden heben und neu verpflanzen. Man kann auch Wurzelstücke der Pflanze abtrennen und sie in einer Tiefe von etwa 10 cm vergraben. Anschließend wird das Loch mit Kompost aufgefüllt. Wurzelballen mit einer Größe von etwa 15 cm bringen etwa sechs neue Pflanzen hervor.


Schädlinge und Krankheiten


Eine Gefahr für Maiglöckchen stellt der sogenannte Rostpilz dar. Sollte man hier einen Befall feststellen, so müssen die Blumen möglichst frühzeitig behandelt werden, um den Pilz einzudämmen. Die Behandlung erfolgt in der Form, dass alle vom Pilz befallenen Pflanzenteile entfernt werden müssen. Im besten Falle werden die abgeschnittenen Pflanzenteile anschließend verbrannt. Auf keinen Fall sollten sie auf dem Komposter entsorgt werden, da sich hier der Pilz weiter ausbreiten kann. Zudem sind alle benutzten Werkzeuge gründlich zu säubern und zu desinfizieren. Zum Teil kann es bei Maiglöckchen auch zu einem Grauschimmel kommen. Wird dieser nicht behandelt, setzt eine Fäulnis ein, welche auch auf andere Pflanzen übergreifen kann. Eine vorbeugende Maßnahme ist die Düngung mit kaliumhaltigem Dünger. Ein Schädling, der die Pflanzen angreifen kann, ist das Lilienhähnchen. Sowohl der Käfer als auch die Larven können Schäden an der Pflanze verursachen. Man kann die Tiere zum einem händisch von der Pflanze entfernen oder auch mit Wasser abspülen. Sie findet dann nicht mehr den Weg zur Pflanze zurück. Weiter hilft auch die Streu von Kaffeesatz rund um die Pflanze dabei, die Tiere abzuschrecken.




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