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Hochbeete - Bauen, anpflanzen, pflegen und ernten

Gemüse und Blumen aus dem Hochbeet zu ernten, liegt sehr im Trend.

Kein Wunder! Denn in einem solchen Zuhause bekommen Pflanzen warme Füße und der Gärtner keinen krummen Rücken. Die Ernte fällt viel üppiger aus als in einem vergleichbaren ebenerdigen Areal im Garten. Doch ein wenig Arbeit ist vonnöten, bis es grünt und sprießt auf Augenhöhe. Erste Überlegung Das Anlegen befüllen und bepflanzen eines Hochbeetes bedarf gewisser Grundregeln, damit ein optimaler Erfolg gegeben ist. Zuerst sollte der geeignete Standort im Garten festgelegt sein. Zu viel Sonne trocknet das Beet aus, ein wenig Schatten macht nichts. Bei Aufstellung im ganztägigen Schatten gedeihen nur wenige Pflanzen gut, Bärlauch oder Farne beispielsweise.

Denken Sie auch an die Zugangswege, diese sollten in Schubkarrenbreite angelegt und nicht zu verwinkelt sein. Besonders wichtig ist das, falls noch weitere Hochbeete um den Standort geplant sind. Jetzt kann es losgehen Ist die Wahl dann getroffen, geht es ans Einkaufen. Im Baumarkt oder im Internet finden sich viele Bauarten und Größen. Alle Varianten erfüllen ihren Zweck und funktionieren gut. Gleich, ob das Gerüst aus Holzbohlen, Steinplatten oder aus Edelrostplatten gefertigt wurde. Was nicht fehlen darf, ist ein Unterbodenschutz gegen Wühlmäuse. Ein Maschendrahtgeflecht mit einem Flechtabstand von höchstens 13 mm verhindert das Eindringen dieser Schädlinge. Eine feuerverzinkte Gaze oder besser noch ein Edelstahlgitter halten länger als einfache Eisenausführungen. Immerhin muss die Konstruktion an die 7 und mehr Jahre unbeschadet überstehen. Solange hält in der Regel ein Hochbeet, bis es erneuert werden sollte. Bei größeren Bauwerken über 1 m Länge muss unbedingt eine Zwischenstrebe rein! Ein Kantholz, eine Kette oder ein Kunststoffgurt, der in der Mitte in halber Höhe den inneren Zusammenhalt garantiert. Das Einsteiger-Hochbeet Eine einfache und preiswerte Möglichkeit ist, ein Hochbeet aus vier zusammengeschraubten Paletten zu bauen. Unten die Gaze angetackert und an den Seiten mit Noppenfolie (die Buckel nach außen!) oder Teichfolie ausgeschlagen. Das verhindert ein Herausrieseln der Erde und zu starke Austrocknung. Das Holzkonstrukt bitte in Waage stellen, damit sich kein Wasser in der tieferen Ecke sammelt! Einen unteren Boden braucht es nicht, der Kontakt zum Erdreich ermöglicht den Austausch von Feuchtigkeit und Kleinstlebewesen. Außer das Beet kommt auf Terrasse oder Balkon zum Einsatz. Endlich kann gefüllt werden Nun kann die erste Lage hinein: grobes Holzwerk, Äste und Hackschnitzel. Vorsicht mit Efeuwurzeln, die kommen gerne wieder! Eichenholz ist nicht so gut, es hat viel Gerbsäure! Fest anpressen, am besten mit den Gummistiefeln eintreten. Es sollten keine allzu großen Hohlräume entstehen. Darauf folgt eine Lage feineres Schnittgut, Sägespäne oder Rasenaushub. Haben Sie Pferdemist oder Ähnliches parat? Nur hinein damit, es sollte allerdings schon etwas abgestandenes Material sein. Zwischendurch darf ruhig mal eine Kanne Gießwasser hinein. Auf diese Weise ist das Beet etwas über die Hälfte aufgefüllt. Als nächster Schicht folgt Laub, Stroh oder Rasenschnitt. Wieder ordentlich fest stampfen und anschließend mit Blumenerde oder Kompost weiter "stricken". Auf diese Ebene darf etwas Mineralmehl oder Aktivator. Das begünstigt den biologischen Prozess der Zersetzung. Dann noch einmal Blumenerde und darauf die Pflanzerde. Wer mag, fülle noch etwas von den Sägespänen oben auf und begieße das Ganze mäßig. Fertig ist das Hochbeet!


Die Bepflanzung Ist das Beet im Herbst angelegt worden, wird es im Frühjahr schon etwas eingesunken sein. Eine Laubschicht und Blumenerde darauf füllen den Bestand wieder auf. Was kommt hinein in das Beet?

Im Frühjahr kann zeitig begonnen werden. Radieschen, Schnittlauch und Schnittsalat eignen sich. Auch Gartenkresse oder Petersilie aus dem Topf wachsen gut ein. Bei Frostgefahr empfiehlt es sich, eine Folie aufzulegen. Nach der ersten Ernte lassen sich Möhren in Kombination mit Zwiebeln ausbringen. Da das Beet in den ersten zwei Jahren sehr viel Nährstoffe parat hält, gedeihen Gurken und andere mineralhungrige Pflanzen prächtig. An den Rändern fühlen sich kleine Blumengruppen wohl. Herrlich leuchtend wirken Ringelblumen und Bellis. Für Kräuter bleibt sicher eine kleine Ecke frei, hier sollten unbedingt Pfefferminze und auch mal eine Brennnessel wuseln dürfen. Sehr gut gedeihen Blumen und Erdbeeren. Da der Boden tiefgründig und locker bleibt, fühlen sich Möhren und andere tief wurzelnde Gemüse wohl. Wie viel Pflege braucht ein Hochbeet? Neben dem üblichen Unkraut zupfen und Gießen sollte ein hölzernes Hochbeet wenigstens einmal eine Leinöl-Streichung bekommen. Das erhält die hölzernen Teile und schützt gegen Feuchtigkeit. Um das Beet herum kann das Kraut wuseln, der Vorteil von mehreren Hochbeeten nebeneinander ist, dass der Nachbar das Unkraut nicht sieht! Wirklich sehr pflegeleicht! Übrigens erleichtert ein am Rand oben aufgenageltes Brett von 10 - 15 cm die Arbeit ungemein. Hier kann alles abgelegt werden, was zum Bearbeiten gebraucht wird. Ein Hochbeet kommt selten allein Nach der Ernte im Herbst bietet es sich an, ein zweites Hochbeet anzulegen. Da kommen gleich die Reste der Ernte und das ausgeschnittene Obstholz hinein. Der Rest der Füllung findet sich im Garten: Kompost, Rasenaushub und jede Menge Blätter. Auf diese Weise wächst Ihre Nutzfläche jedes Jahr ein wenig.

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