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Blattmetamorphosen

Eine Pflanze kann verschiedene Pflanzenteile zum Zwecke der Standortanpassung umwandeln. Das beste Beispiel hierfür: Blattmetamorphosen.

Es gibt 5 verschiedene Arten hierfür: Mantel- und Nischenblätter, Blattdornen, Blattranken, Blattsukkulenz und Fangblätter. Die Blattdornen haben zwei Funktionen: Zum einen sollen sie die Pflanze davor schützen, von gefräßigen Tieren verspeist zu werden. Zum anderen soll die Umwandlung von Blättern in Dornen verhindern, dass die Pflanze bei Hitze zu viel Wasser verdunstet.


Beispiele: Schlehe, Christusdorn Blattsukkulenz hingegen sorgt dafür, dass eine Pflanze Wasser speichern kann. Dies ist vor allem bei Kakteen verbreitet, welche in Wüstenregionen beheimatet sind. Da es dort eher selten zu Regenfällen kommt, muss das Wasser über einen langen Zeitraum gespeichert werden, damit die Pflanzen überleben können. Beispiele: Geldbaum, Schwiegermutterzunge Mantel – und Nischenblätter sorgen dafür, dass die Pflanze Nährstoffe und Wasser bekommt. Sie nehmen Taunässe und Humus auf und wandeln diese in Nährstoffe um. Dies funktioniert, indem sie sich ans Substrat anschmiegen und die Wurzeln vor Beschädigung und Austrockung schützen. Beispiel: Geweihfarn Blattranken sorgen dafür, die auf dem Boden wachsen, zur Sonne „hochklettern“ und sich am „Kletterobjekt“ festhalten können. Meist haben die Blattranken noch sogenannte Peckwurzeln, welche sich regelrecht in Bäume oder Häuserfassagen „reinfressen“. Beispiele: Efeu, Wein Fangblätter sind dazu da, um Fliegen und andere kleine Insekten anzulocken und zu fangen. Dies ist bei Pflanzen stickstoffarmer Orte verbreitet. Sie holen sich so die Nährstoffe, die sie anders nicht produzieren können. Im Volksmund heißen diese Pflanzen auch „Fleischfressende Pflanzen“.


Beispiele: Kannenpflanze, Venusfliegenfalle

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